Von Walldorf nach Breitungen

Von Meiningen das Werra-Tal abwärts zeigt sich unweit von Schloß Landsberg schon die Kirchenburg Walldorf. Sie ist die in der Ur¬sprünglichkeit ihres Bestandes besterhaltene solcher Anlagen in die¬ser Landschaft. Auf dem hohen Sandsteinfelsen am Ort ragen die bis zu 6 m hohen Schildmauern und Ecktürme aus dem heutigen Baum-bewuchs heraus. Hier stand schon lange bevor die Würzburger Bi¬schöfe 1008 Besitz vom Ort ergriffen eine Burg. Im 15. Jh. ist der Bergfried neben dem Burgtor mit einem neu errichteten Kirchenhaus verbunden worden. Seither diente die mittelalterliche Festung als Fluchtburg für die bäuerliche Bevölkerung. Im Dreißigjährigen Krieg hatte sie diesen Zweck mehrfach zu erfüllen und wurde nach Zerstö¬rungen wieder aufgebaut. Erhalten blieben nicht nur die interessante Kirche und die Wehranlagen, auch die alte Auffahrt steigt noch ne¬ben der Dorfstraße steil hinan. Im Ort findet man schöne Fachwerk¬häuser des 16.-19. Jh.
Ein kulturgeschichtlich-technisches Zeugnis sind die Walldorfer Sandsteinhöhlen. Sie verdanken ihr Entstehen menschlicher Arbeit, denn ihre begehbaren Hohlräume entstanden durch den Abbau des Sandsteins, der zu Scheuersand verarbeitet wurde.

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Die Fachwerkstadt Wasungen wirkt wie ein riesiges Straßendorf. Aus einem solchen des 12. Jh. ging sie auch hervor. Schon 874 wird ein Ort genannt, den man jedoch im Stadtteil westlich der Werra zu suchen hat. Das Stadtrecht ist alt und besteht seit 1308. Die heute karnevalfreudigste Stadt im Lande war ursprünglich eine Burgman¬nensiedlung; der Adelssitz befand sich hoch auf dem Hang darüber auf der Burg Maienluft. Von dieser blieben im heutigen Ausflugs- und Erholungsgelände nur noch Reste bestehen. Seit dem 14. und 15. Jh. entstanden große Adelshöfe in der städtischen Siedlung. Sie haben sich im Maien- oder Zweifelshof von 1576, dem Weyenhof aus dem 17. Jh. und dem Amtshof aus dem beginnenden 17. Jh. im südöstli¬chen und südwestlichen Stadtbereich als Renaissance-Steingebäude mit reichen Fachwerkaufbauten erhalten. In solcher Gestalt zeigen sich auch das einstige Damenstift am Nordende der Stadt und das Rathaus. Das Stiftshaus von 1596 bekrönt gleichsam der Fachwerk¬aufbau über dem achteckigen Treppenturm. An dem dreigeschossigen Fachwerkgebäude des Rathauses von 1533 markiert der Erkervor¬bau an der Ecke die besondere Bedeutung des Hauses und hebt es in der langen Reihe der anderen schönen Fachwerkhäuser des 17. und 18. Jh. an der Ortsdurchfahrt hervor. Auf dem Friedhof im Süden der Stadt findet man noch eine romanische Kapelle und neben den Resten der mittelalterlichen Stadtmauer den Pfaffenturm von 1387.
Im nahegelegenen Schwallungen verblieb die alte Dorfschmiede im schönen Fachwerk-Vorlaubenhaus direkt an der Hauptstraße.
Durch Wernshausen führt die Werra-Talstraße weiter nach Brei¬tungen. Hoch oben am östlichen Hang des Werra-Tales liegt Schloß Herrenbreitungen (der Ort selbst dehnt sich westlich der Werra aus). Für beide, Ort und Schloß, sind Siedlungskerne des 10. Jh. bestim¬mend geworden. Während Königshof und Burg Breitungen an der Stelle des heutigen Schlosses seit 1112 eine Benediktinerabtei auf- nahmen, wurde links der Werra in Frauenbreitungen 1150 ein Prä- monstratenserstift gegründet und von Chorfrauen besetzt. Das durch beide Klöster gebildete Kolonisationszentrum des 12. Jh. sollte mit dem großen Bauernaufstand ganz andere Bedeutung erlangen: Es wurde zu einem Sammelpunkt der Bauernhaufen im Werra-Tal. Das brachte beiden Klöstern auch ihr Ende. 1554 ist die Benediktinerab¬tei im oberen Herrenbreitungen zu dem neuen hennebergischen Re¬sidenzschloß umgebaut worden. Noch ganz spätgotisch wirken da¬bei die beiden großen Schloßflügel, wozu vor allem die Vorhangbo¬genfenster beitragen. Seit Jahren zeigen sich die Baumängel an der gesamten Schloßanlage, Sicherungsarbeiten sind im Gang.
Die heutige Dorfkirche ist 1615 aus den Resten der Klosterkirche Frauenbreitungen aufgebaut worden. Aufmerksamkeit verdient der große Schnitzaltar mit der Madonna sowie den Heiligen Barbara und Katharina. Er ist 1518 – bleibt man bei der aufgemalten Jahres¬zahl – in einer fränkischen Werkstatt nach Vorlagen Albrecht Dürers und Martin Schongauers entstanden. Über eine schmale ansteigende Seitenstraße gelangt man zu dem Hotel >Jagdhaus Seeblick< am west¬lichen Talhang. In der Tat handelt es sich bei dem Fachwerkbau um das herzoglich-meiningische Jagdhaus, das sich auf dem Pleßberg befand. 1974 wurde es wegen der seinerzeitigen militärischen Nut¬zung des Pleßbergs an den jetzigen Standort transloziert und ist nun als Hotel eingerichtet.

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