Rudolstadt und Großkochberg 2

Schloß Heidecksburg ist heute eines der umfänglichsten Kunst¬museen Thüringens. Die Fest- und Wohnräume stellen gleichsam die eigentlichen Exponate dar. Die Sammlungen umfassen Bildwerke, Möbel und kunsthandwerkliche Gegenstände. Im Südflügel findet man das ostasiatische Spiegelkabinett; es stammt aus dem beginnen¬den 18. Jh. und konnte vor dem Brand von 1735 gerettet werden. Aus dem fürstlichen Naturalienkabinett ging das Naturkundemu¬seum hervor, dessen Bestand weit über die einheimische Tier- und Pflanzenwelt hinausreicht. Schließlich gehört auch das Volkskunde¬museum >Thüringer Bauernhäuser< zu den Staatlichen Museen Heidecksburg: Es liegt jedoch auf dem östlichen Saale-Ufer. Hierher, in den jetzigen Heinrich-Heine-Park, wurden 1914 zwei Fachwerk¬häuser aus den Orten Birkenheide und Unterhasel umgesetzt, die 1667 und um 1700 entstanden. Sie sollten das geplante Freilichtmu¬seum begründen, blieben bisher jedoch die einzigen >Transplantate<.
»Hinter den Bergen« fand Goethe Großkochberg – und man muß auch heute noch um diese Berge herumfahren, um zu jenem Renais¬sanceschloß Kochberg zu gelangen. Für den Dichter ging der Zau¬ber des Schlosses von Charlotte von Stein aus, die hier Schloßherrin war. In der heutigen Zeit liegt sein Reiz in der Lage inmitten der Na¬tur und in der schroffen Anordnung der Bauten des 15. und 16. Jh. zueinander auf der schmalen Insel. Barockes und Romantisches ver¬binden sich im Park in den Stcrn-Bosketten, in Grotte und Ruine; das beinahe majestätisch erscheinende Liebhabertheater läßt an Kurstadt-Architektur denken. Erbauung und Erholung ist im Schloß Kochberg angesagt – auch heute. Die ehern. Nationalen Forschungs¬und Gedenkstätten der klassischen deutschen Literatur in Weimar haben das seit 1938 verwilderte und verfallene Kleinod wieder zum Leben erweckt. Seit 1733 gehörte es dem Freiherrn von Stein und bestand bis 1938 als Familiensitz fort. So blieb cs stets mit dem Na¬men Goethes verbunden, obwohl die eigentümliche Beziehung Goe¬thes zur sieben Jahre älteren Charlotte nach der Italienreise des Dichters erkaltete. Der Sohn Charlottes, Karl von Stein, pflegte die Erinnerung an die großen Tage von Kochberg. Und die Theaterauf¬führungen, die nach seiner Zeit in Vergessenheit gerieten, sind mit der denkmalpflegerischen Erneuerung von Schloß, Park und Thea¬ter wieder möglich. Die Ausstellung in den Räumen der alten Schloßgebäude darf zu den eindrücklichsten Goethe-Stätten gezählt werden.

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