Vom Thueringer Becken zum Harz

Das weite Thüringer Becken erscheint wie eine riesige Mulde. Seine nördliche Begrenzung bildet der Höhenzug des aus dem Eichsfeld ostwärts schwenkenden Dün. In der Hainleite gleitet er zur Schmük- ke über, flacht mit der Finne im Osten ab und steigt nördlich des Ilm- Tals in den Ettersbergen bei Weimar empor. Den Erfurter Kessel um¬fassen südlich die Ausläufer der Ilmplatte und des Thüringer Waldes, um nach Norden zu den Fahnerschen Höhen nordöstlich Gothas anzusteigen. Der Hainich nimmt nordwestwärts den Höhenzug auf und leitet ins hohe Eichsfeld westlich von Mühlhausen über. Zusam¬men mit zahlreichen kleinen Nebenflüssen münden Gera, Helbe und Wipper in das Hauptgewässer Unstrut. Agrarland seit frühmit-telalterlichen Zeiten – aber auch nie sicher vor Überflutungen -, nahm diese >Kornkammer< bis auf Langensalza und Sömmerda kei¬ne größeren Städte auf.
Die Bäder Langensalza und Tennstedt
Bad Langensalza liegt in der westlichen Unstrut-Bucht des Thüringer Beckens. Es ist anzunehmen, daß sich nahe bei einem Übergang über die Unstrut schon in der karolingischen Zeit ein Reichsgut befunden hat. Ging daraus im 12. Jh. die Dryburg hervor, deren Rest erhalten geblieben ist? Gesichert ist, daß im staufisch-welfischen Thronstreit 1212 die Burg durch den Welfen Otto IV. mit Hilfe des seinerzeit mo¬dernsten Kriegsgerätes, des Dribocks, eingenommen wurde. Spielt also im Burgnamen ein vokabularer Bezug mit? Jedenfalls ließ her¬nach Otto IV. die Burg und Siedlung ausbauen, so daß 1222 von ei¬nem oppidum Saltza berichtet wird. Dieses dürfte den nahezu qua¬dratischen Altstadtraum um Markt, Kornmarkt und Bonifatiuskirche, im Norden begrenzt durch Schloß Dryburg, im Süden durch die Go¬thaer Straße, im Osten durch die weiträumige Promenade und im Westen durch den fast schnurgeraden Zug des Wiebeckplatzes und der Steingrubenstraße. Das unregelmäßige Gassengefüge deutet auf eine spontan gewachsene, durch keine herrschende und ordnende Hand regulierte Bautätigkeit im frühen Mittelalter hin. Nachdem die Landgrafen von Thüringen 1346 die Stadt erobert hatten, die infolge der Kämpfe abbrannte, ließen sie eine zrweite Befestigung erbauen, welche nun die beiden Siedlungen um die nördlich liegende Bergkir¬che und die westliche Jacobsstadt einschloß. Auch diese Vorstädte weisen sich in ihren Straßengefügen als eigenständig gewachsene Mi¬nisterialen- und Händlersiedlungen aus. Von der mittelalterlichen Wehranlage blieben große Teile erhalten. 17 von ursprünglich 24 Wehrtürmen bestehen noch, dazu das Klagetor und ebenso der Zwei¬flügelbau der im 17. Jh. zum Schloß umgebauten mittelalterlichen Dryburg. Der hohe viergeschossige Massivbau an der nördlichen Alt¬stadtgrenze läßt noch deutlich die unterschiedlichen alten und jüngeren Mauerstrukturen erkennen. 1485 an die albertinische Linie der Wettiner gelangt, gehörte Langensalza zwischen 1657 und 1746 zum Herzogtum Sachsen-Weißenfels, kam dann wieder in den Besitz der Hauptlinie und schließlich 1815 zu Preußen. 1811 hatte man in Lan¬gensalza begonnen, Schwefelquellen zu erschließen, der Badebetrieb entwickelte sich jedoch erst seit 1928.

Besuchen Sie uns unter: Halong bay cruise | Kleine Vietnam Rundreise | Vietnam Kambodscha Rundreisen | Mekong Flussfahrten

Von Beuren nach Worbis

Das ehemalige Zisterzienserinnenldoster Beuren entstand als eine Gründung des Hildesheimer Domkantors Konrad von Beuren wohl in den letzten Jahren des 12. Jh., denn der Stifter ist 1201 schon als Propst bezeugt. Die im Kern romanische Kirche des ausgehenden 12. Jh. wurde dann mit dem Chor verlängert. Nachdem der Konvent 1555 >ausgestorben< war, erfolgte eine Neubelebung im 17. Jh. vom Kloster Teistungenburg bei Worbis aus. 1673-79 entstanden dabei die Klostergebäude neu nach Entwürfen von Antonio Petrini, der die Pläne für die Erfurter Zitadelle mitgestaltet hatte (s. S. 115f.) und in Worbis die Franziskaner-Klosterkirche baute (s. S. 340/41). 1702 wurde der Westflügel vollendet, 1718 das Kircheninnere nach Petri- nis Plänen umgcstaltet und ausgemalt.
Etwa 2 km südlich von Beuren im Höhenzug des Dün liegt über dem Leine-Tal die mittelalterliche Burg Scharfenstein. Motorisiert, gelangt man dorthin über Leinefelde-Kallmerode. Die Festung geht auf das 12. Jh. zurück. Schon im Mittelalter zerstört, wurde die ringför¬mige Kernburg im 16. Jh. erneuert und mit Fachwerkaufbauten erwei¬tert. Nicht nur damit, auch durch die Nutzung als Gefängnis bis 1802 verlor sie ihren Wehrcharakter und vieles vom historischen Bestand.

See more: Croisière baie de bai tu long | croisiere mekong can tho | baie d’halong terrestre | visa en ligne vietnam | Circuit vietnam laos cambodge 15 jours | voyage sur mesure au vietnam 10 jours
In Leinefelde hat das Industriezeitalter das Eichsfeld eingeholt. Schon in preußischer Zeit lag der Ort an der Heerstraße Köln-Ber¬lin, die 1826 zur Rheinstraße ausgebaut wurde. Und durch den Bau des Hauptschienenweges Berlin-Halle-Kassel erhielt er seit 1876 ei¬nen weiteren Verkehrsanschluß. So erlangte Leinefelde bald Bedeu¬tung als Ausgangspunkt der Erschließungsstrecken nach Norden und Süden. Das förderte wiederum den Ausbau der Textilindustrie seit den 50er Jahren – obwohl die großen Ost-West-Verkehrstrassen nach 1949 abgebrochen waren. Neue städtische Wohn- und Han¬delsbauten aus den 60er/70er Jahren bezeugen das Stadtrecht, wel¬ches der Ort 1969 (!) erhielt.
In dem Städtchen steht noch das Geburtshaus von Johann Carl Fuhlrott und das Denkmal für diesen Mann, der als Realschulprofes¬sor 1856 in der Feldhofergrotte bei Elberfeld jene fossilen Knochen entdeckte, aus denen er den Homo neandertalensis, den Neander¬taler, zu rekonstruieren vermochte.
Südlich von Leinefelde, etwa 3 km Fahrstrecke entfernt, liegt das ehemalige Zisterzienserkloster Reifenstein. 1162 gegründet, ent¬standen seine Bauten während der Barockzeit neu; sie wurden spä¬ter als Klinik der Friedrich-Schiller-Universität Jena genutzt.
Worbis, eingebettet zwischen die 535 m hohen Ohmberge im Nor¬den und den Dün im Süden, entwickelte sich an der alten Handels¬und späteren Heerstraße, welche den niedersächsischen und westfä¬lischen Raum mit Mühlhausen und Nordthüringen verband. Hier zieht sich die Wasserscheide zwischen Weser und Elbe von Norden nach Süden; die in den Ohmbergen entspringende Wipper fließt ost¬wärts, die Hahle quillt in Worbis zutage und verläuft westwärts. Im späten 13. Jh. gelangte die Siedlung zunächst in Thüringer Landgra¬fenbesitz, bald aber bekamen die Mainzer Erzbischöfe Einfluß und sicherten sich 1373 hier das Alleinrecht. Sie verpfändeten die Stadt zwar bis weit ins 16. Jh., aber Mainz blieb bis 1802 Vormacht. Dann wurde Worbis für 14 Jahre preußisch und kam schließlich zu Hanno¬ver. In der sich heute entlang der Wipper erstreckenden Stadt herrscht die historisch gewachsene kleinstädtische Bebauung in Fachwerkarchitektur vor. Als die eigentliche städtische Zelle weist sich der Marktplatz mit der Stadtkirche St. Nikolaus aus. Sie ent¬stand 1756 in verhältnismäßig schlichtem Barock, wobei man den Turmunterbau der romanischen Vorgängerkirche einbezog. Im Inne¬ren birgt sie einen spätgotischen Altarschrein mit der Darstellung der Passion Christi aus der Zeit um 1500. Ein schlichter Barockbau ist auch die St. Rochuskapelle von 1683 – den Opfern der Pest gewidmet. Die barocke Hardtkapelle von 1749 bewahrt einen Altaraufsatz von 1772, an der Nordwand werden die Vierzehn Nothelfer darge¬stellt. Unter den Fachwerkhäusern ragt besonders das dreigeschossi-ge ehemalige kurmainzische Rentamt heraus. Nachdem die Harburg, im Nordwesten der Stadt gelegen, 1525 zerstört worden war, wurden von hier aus die Verwaltungs- und Rechtsgeschäfte wahrgenommen. Unter dem hohen Krüppelwalmdach des Fachwerkbaus ragt an der Giebelseite ein zweigeschossiger Erker mit reich verzierten Hölzern vor. An dieses Haus aus dem 16. Jh. schließt rechtwinkelig der mas¬sive Anbau mit Fachwerkobergeschoß von 1608 an und läßt so die offene Hofsituation entstehen. In den Gebäuden sind heute die Stadtverwaltung und das Museum untergebracht.
Man muß vom Markt zum entgegengesetzten Ende von Worbis umkehren, um zur St. Antoniuskirche des ehemaligen Franziskanerklosters zu gelangen. Die Pläne für den barocken Saalbau lieferte Antonio Petrini. 1668, ein Jahr nach der Gründung des Klosters, be¬gann der Bau der Gesamtanlage. Zehn Jahre später zeigte sie sich in ihrer noch heute erlebbaren Gestalt: Die Kirche steht nördlich neben den Konventbauten, äußerlich bis auf die Fassade mit Giebel, Porta¬len und Figurennischen nahezu schmucklos. Das lichte Innere prä¬gen die großen, dunkel marmorierten Altäre, Patronatsstuhl und Ka¬pellen, hinter deren Formenklang die Architektur der Pilaster und Gurtbögen gleichsam zur Begleitmusik wird. Die üppig figurierte Kanzel und das Barockgestühl runden den dekorativen und farbigen Reichtum ab. Cornelius Schmitt, selbst Franziskaner, schuf diesen Innenausbau 1775 nach dem Vorbild der Fuldaer Franziskanerkir¬che. Die Antoniuskapelle entstand im Jahre 1690. 1802 wurde das Kloster aufgelöst.

Für mehr Infos: Halong bay tour, Kleine Rundreise Vietnam, Rundreisen Kambodscha Vietnam, Mekong Flussfahrt

Heiligenstadt 2

Rundgang
Beginnen wir unsere Besichtigung am Ursprung der Stadt: Die St. Martinskirche, auch Stifts- oder Bergkirche genannt, entstand in ihrer heutigen Gestalt von 1304 an. Vom Vorgängerbau blieb die zweischiffige Krypta bestehen. Die langgestreckte Basilika sollten ur¬sprünglich zwei Türme seitlich des Chores schmücken, doch nur der südliche schlanke Turm mit zwei Achteck-Obergeschossen gelangte zur Ausführung. Am Nordportal findet man im Tympanon die Dar¬stellung des hl. Martin, wie er den Mantel mit einem Bettler teilt. Den gediegenen Innenraum schmücken figürliche Kapitelle und Konsolen. Von der mittelalterlichen Ausstattung verblieben der Taufkessel und Pulthalter sowie die Tumba des Erzbischofs Adolf von Mainz aus dem 14. und 15. Jh. An der Stelle des alten Stiftskorn¬hauses wurde 1736-38 unter dem Baumeister Christoph Heinemann das kurzmainzische Schloß als dreigeschossiger großer Barockbau mit einem Segmentgiebel über dem Mittelrisalit erbaut. Der Giebel zeigt das kurmainzische Statthalterwappen. Im Inneren blieben das weiträumige Treppenhaus und Räume mit schönen Stückarbeiten er¬halten. Der Fachwerkanbau in hessischen Stilformen stammt aus späterer Zeit. In den teils winzigen Fachwerkhäusern am Knickha¬gen zeichnen sich noch die mittelalterlichen engen Grundstücke ab. Das Haus Nr. 16 bewohnte der Stadtschreiber Zwehl, der im Drei¬ßigjährigen Krieg die Stadt verteidigte. An der stadtseitigen Süd-ostecke des Martinsberges trifft man am einstigen Kasseler Tor auf das kurfürstlich-erzbischöfliche Freihaus, das Mainzer Haus. Es wurde 1436 als zweigeschossiger Fachwerkbau über dem hohen Sandsteinsockel errichtet. Heute befindet sich hier das Museum für Theodor Storni, das die Stadt 1988 anläßlich des 100. Todestages des Dichters und Heiligenstädter Richters einrichtete. Nördlich geht es zur barocken Herren- oder Fronmühle, neben welcher der große Speicherbau aus dem Jahre 1227 steht.

See more: Croisière baie de bai tu long | croisiere mekong can tho | baie d’halong terrestre | visa en ligne vietnam | Circuit vietnam laos cambodge 15 jours | voyage sur mesure au vietnam 10 jours
Inmitten der Altstadt erhebt sich auf einem kleinen Hügel die dop- peltürmige Marienkirche. Wie in Erfurt zum Dom führen auch hier Freitreppen im Osten zum Chor und im Westen zu dem noch ganz romanisch mauerhaften mächtigen Westriegel empor: Erst über sei¬nen drei Geschossen nehmen die beiden Achtecktürme ihren Aus¬gang. Dieser Teil der Kirche geht auf die Zeit um 1300 zurück. Durch das hohe gotische Portal gelangt man in die weite und doch etwas schwerfällig wirkende Halle; die mächtigen Bündelpfeiler bestärken diesen Eindruck. In der zweiten Hälfte des 14. Jh. errichtet, erfuhr das Langhaus um 1400 mit dem höher aufragenden Chor eine Erwei¬terung. Erst um 1700 ist der Bau mit der Einwölbung abgeschlossen worden. Die mittelalterliche Farbigkeit des Raumes konnte wieder¬gewonnen werden. Nördlich vor der Marienkirche steht die Annen- kapelle, ein Achteckbau aus der ersten Hälfte des 14. Jh. und wohl im Anschluß an oder mit den Türmen der Marienkirche entstanden. Die Schmuckformen sind identisch, aber noch reicher, und die Helmspitze bildet nahezu eine Wiederholung des gesamten Fried¬hofskapellenbaues. Das achtteilige Rippengewölbc im Inneren ent¬spricht der Grundrißgestalt.
Bedenkt man, daß es nach Einführung der Reformation in Heili¬genstadt 1575 nur noch etwa ein Dutzend Katholiken gab, kommt der kurmainzisch getragenen Rekatholisierung zu Beginn des 18. Jh., die in Heiligenstadt ihren Ausgang für das Eichsfeld nahm, die Be¬deutung eines Kraftaktes zu. Zur gleichen Zeit vernichtete der Stadt-brand von 1736 drei Viertel aller Häuser. Die Gründung des Jesui¬tenkollegs durch den Erzbischof erfolgte 1739, und zugleich begann der Bau an der Kollegiengasse unter Leitung von Christoph Heine¬mann. Heute birgt das dreigeschossige langgestreckte Gebäude, das südwärts unmittelbar an die Türme der Marienkirche anschlicßt, das Eichsfelder Heimatmuseum. Am weitgehend schmucklosen Sand¬steinbau ist das Portal durch die beinahe wilde Rhythmik des ge¬sprengten Giebels und seiner Dekoration einziger, aber um so kräfti¬gerer Akzent. In der Kartusche erkennt man das erzbischöfliche Wappen. Das Treppenhaus, die Stuckdecken und Deckengemälde bezeugen noch die barocke Pracht im Inneren.
An der Ratsgassc steht das mittelalterliche Rathaus, allerdings in der nach dem Stadtbrand barock wiederhergerichteten Gestalt von 1789. Gleichfalls nach dem Brand entstand 1739 am Neumarkt das Neue Rathaus. Dieses Barockpalais, als Eckbau konzipiert, besitzt ei¬nen Zugang im Mittelrisalit und ein zweites balkongeschmücktes Por¬tal sowie einen Treppenanlauf an der Schmalseite. In der Nähe befin¬den sich weitere Barockbauten, so die über 17 Achsen langgestreckte Front des alten Waisenhauses (Nr. 68), das 1616 erbaute und 1739 aufgestockte Haus des Stadtschreibers Reuter und das Gerichtsge¬bäude, ehemals >Deutsches Haus<, im Zopfstil, welches sich durch das mainzisch-kurfürstliche Wappen als Amtsgebäude des bischöf¬lichen Verwalters ausweist.
Den Marktplatz in der Neustadt beherrscht die St. Ägidienkirche. Ihre langgestreckte gotische Halle schließt der kurze, glatt geschlos¬sene Chor ab. Auf dem Querturm ragt nur der südliche Achteckauf¬satz mit spitzen Helm hoch empor. Das Innere ist prächtig ausgestat¬tet: Der barocke Hauptaltar von 1691 stand ursprünglich in Qued¬linburg; der Vierzehn-Nothelfer-Altar ist ein gleichfalls barockes Werk von 1638. Der Flügelaltar mit der Anna selbdritt stammt aus dem späten 15. Jh., und das bronzene Taufbecken entstand 1507. Für die beiden Stadtpatrone und Märtyrer Justinus und Aureas wurde 1320-30 die Doppelgrabplatte mit den Relieffiguren aufgestellt. Be¬achtenswert ist auch das Chorgestühl des 17. Jh. Der barocke Nep-tunbrunnen wurde erst im 19. Jh. vom Schloßvorplatz auf den Marktplatz verlegt. Schließlich sei noch auf die monumental-neoba¬rocke St. Gerharduskirche am ehemaligen Redemptoristenkloster verwiesen, welche sich in ihren wuchtigen Fassadenformen so deut¬lich von den traditionellen Sakralbauten Heiligenstadts abhebt.

Sehen Sie mehr: Halong tours | Reise Vietnam oder Indien | Rundreisen Vietnam und Kambodscha | Flussfahrt Mekong

Heiligenstadt

Heiligenstadt, heute ein Kneipp-Kurort, ist seit dem frühen Mittelal¬ter kultureller Mittelpunkt des Eichsfeldes. Es bietet ein Bild seltener Geschlossenheit, aus dem die Geschichte wieder einmal wie in einem Bilderbuch abzulesen ist: Den mittelalterlichen Geschichtsab¬schnitt kennzeichnen die St. Martinskirche und der romanische Straßenzug des Knickhagen am westwärts sich erhebenden Berg, die weit sanfter nach Osten ansteigende Altstadt um die Marienkirche und die südlich in ganzer Länge anschließende Neustadt um St. Ägidien. Zwischen Alt- und Neustadt verläuft wie ein Trennstrich der alte Neumarkt, welcher seinen Ausgang vom Martinsberg nimmt. Den zweiten Geschichtsabschnitt beschreiben zahlreiche Bauwerke, die nach dem Stadtbrand von 1739 entstanden und barockes Fluidum in die mittelalterliche Stadt trugen. Den dritten historischen Abschnitt markiert der Gürtel von Siedlungshäusern und großflächigen neuen Wohnvierteln, welcher die ins Leine-Tal gebettete Stadt umschließt und sich die Talhänge hinaufzuziehen beginnt.
In Heiligenstadt wurde um 1460 Tilman Riemenschneider gebo¬ren. An der Klausmühle am Klaussteg finden wir den Hinweis auf sein Vaterhaus, im Heimatmuseum eine Reihe von guten Kopien sei¬ner Bildwerke, welche das Mainfränkische Museum Würzburg hier¬her auslieh. Heinrich Heine ließ sich 1825, kurz nachdem er in Göttingen die Doktorwürde der Jurisprudenz erhalten hatte, in St. Martin taufen. Der Husumer Theodor Storm trat 1856 (bis 1864) in der Stadt das Amt des Kreisrichters an und vermochte sich selbst in seinen späteren Dichtungen nicht von ihr zu trennen. Trefflich wie sonst nirgends finden wir in einer einzigen Gedichtzeile Storms die Situation Heiligenstadts um die Mitte des 19. Jh. und in den damit einhergehenden großen Umbrüchen beschrieben: »In grünen Schat¬ten lag der Ort«.
Es gibt zwei Deutungen zum Namen Heiligenstadt: Die eine sieht den Ursprung in dem altdeutschen Wort heldinge für >Schräge< und leitet daraus den Stadtnamen unmittelbar ab – die ältesten Viertel um St. Martin und Knickhagen liegen am Hang. Die andere nimmt Bezug auf die Reliquienstätte des hl. Sergius und die gleichfalls schon im 9. Jh. mit dem Ort in Verbindung gebrachten frühmittelal¬terlich mainzischen Patronatsheiligen Bacchus, Aureus und Justi- nus, also eine Stadt der Heiligen.
Ein fränkisches Lager wird auf dem Martinsberg vermutet, Vorläu¬fer möglicherweise des um 960 gegründeten Kollegiatsstiftes St. Mar¬tin. Die Kaiser Otto II. und Otto III. hielten sich 973 und 990 hier auf – weswegen fast notwendigerweise eine Königsburg bestanden haben muß. Eine solche würde auch dem Ort entsprechen, der be¬reits seit dem 6. Jh. für die Kolonisation des Raumes zwischen Harz und Thüringer Wald von Bedeutung war. Auf der Elisabethhöhe süd¬westlich der Stadt existierte im 8. Jh. eine Wallburg. Ein »heiliger Ort«, der in deren Nähe verzeichnet ist, dürfte also mit dem Martins- berg identisch sein. Ungeklärt bleibt allerdings, ob er Fluchtburg der mainzischen Erzbischöfe war oder die Keimzelle der Stadt, wo 993 Bernward von Hildesheim durch den Mainzer Erzbischof Willigis zum Bischof geweiht und wenig später von Burchard von Worms in das hohe Amt eingeführt wurde. Um 960 wurde die Martinskirche zu einem Chorherrenstift erhoben, und wenig später ist zumindest mit einer ersten Siedlung zu rechnen; man vermutet sie im Knickhagen. 1227 erhielt Heiligenstadt vom Kurfürsten und Erzbischof von Mainz das Stadtrecht, und 1240 war bereits die bis zu 6 m hohe Mauer um Alt- und Neustadt fertiggestellt. Im 14. Jh. entstanden die gotischen Kirchenbauten.

Lesen Sie mehr: Tour Halong bay, Vietnam eine Reise wert, RundreiseVietnam Kambodscha günstig, Mekong Delta Vietnam

Denkmäler im Eichsfeld 2

Nordwestwärts zieht sich am Eichsfeld die mittelalterliche Bur¬genlinie über dem breiten Werra-Tal entlang – Normannstein in Tref¬furt, Bischofsstein in Lengenfeld, Greifenstein bei Kella, Altenstein bei Asbach-Sickenberg und Hanstein bei Bornhagen. Mehr als vier Jahrzehnte waren diese Denkmäler und die sie umgebende Land-schaft aus dem Bewußtsein der nicht unmittelbar hier beheimateten Menschen herausgerückt. Sie liegen an der Grenze, die in solcher Form historisch nie bestanden hatte, obgleich hier thüringisches und sächsisches Stammesgebiet aufeinandertrafen. Die Hasenburg und die ihr gegenüberliegende Haarburg bei Haynrode und Breitenwor¬bis bezeugen die Auseinandersetzungen um die Politik Heinrichs IV. in diesem Grenzland des 11. Jh. Während jener frühen Kämpfe wurde bereits die erste Burg Hanstein beim heutigen Ort Bornhagen zerstört. Wegen ihrer Bedeutung baute man sie im frühen 14. Jh. zu einer mächtigen Burg auf den Höhen über dem Werra-Tal aus. Die besterhaltene Burg im Eichsfeld ist Bodenstein bei Wintzingerode, als kirchliches Erholungsheim nach Anmeldung zu besichtigen.

See more: Jonque privéee Halong | croisière mékong vietnam cambodge | baie d’halong terrestre | visa pour aller au vietnam | saigon phnom penh 15 jours | croisière vietnam cambodge
Drei Orte zwischen Mühlhausen und Heiligenstadt sollten noch Beachtung finden: In Martinfeld blieb neben der barock ausgestatte¬ten Kirche das Schloß aus der Renaissancezeit mit Fachwerkaufbau¬ten erhalten. In Wachstedt trifft man unterhalb der 1643 zerstörten Burg Gleichenstein auf die barocke Wallfahrtskapelle Klüschen- Hagis, nicht sehr bequem über den Nebenweg zu erreichen, dafür aber reizvoll gelegen. Sie birgt ein Vesperbild aus dem Mittelalter. Dingelstädt wird schon im Jahre 900 genannt. Es war ein mittelalter¬licher Marktort am Rande des Thüringer Bekkens auf dem Weg zwi¬schen Mühlhausen und Heiligenstadt, allerdings ohne Stadtrecht. Auf das 14. Jh. geht die Gertrudenkirche zurück: heute ein neogoti¬scher Bau von 1855. Aus der gleichfalls mittelalterlichen Marienkir¬che entstand 1688 das einschiffige barocke Gotteshaus.
Etwa 1 km nordwestlich von Dingelstädt erhebt sich der Kerb- sche Berg. Man bringt ihn in Verbindung mit einem frühen mittelal¬terlichen Burgplatz und einem Erzpriestersitz mit einer Martinskir- che. Der Dreißigjährige Krieg verwischte beider Spuren. Im 17. Jh. entstand an diesem zweifellos historisch bedeutsamen Ort ein neuer Kirchenbau, dessen Stelle seit 1893 die neoromanische Klosterkir¬che einnimmt. Vom Wallfahrtsort des 18. Jh. sind die 15 Stationen ei¬nes Kalvarienberges erhalten, wenngleich sie auch im frühen 19. Jh. schon Veränderungen erfuhren. Bauten und Bildwerke werden der Dingelstädter Familie Heinemann zugeschrieben, aus der auch der Baumeister Christoph Heinemann stammt. Er schuf zahlreiche eichsfeldische Barockbauten. Seit der Neuweihe 1866 ist der Klo¬sterbetrieb nur in den letzten Jahren des Zweiten Weltkrieges unter¬brochen gewesen.

Besuchen Sie uns unter: Halong tour | Vietnam Reise Nord nach Süd | Beste Reisezeit Kambodscha Vietnam | Vietnam Mekong Delta

Denkmäler im Eichsfeld

Zwischen Werra-Tal und Harz, Göttingen und Mühlhausen hebt sich die wellige Muschelkalkplatte des Eichsfelds heraus und verteilt gleichsam die Wasser kleinerer und größerer Flüsse in alle Himmels¬richtungen: Leine, Garte, Hahle, Bode fließen nordwärts, Wipper und Unstrut-Zuläufe ostwärts, Waise, Rosoppe und Frieda südwärts in die Werra. Hier oben >auf< dem Eichsfeld ist alles ein wenig anders als im übrigen Thüringen. Das Leben bezieht sich auf den katholi¬schen Glauben und die daraus erwachsenen Haltungen und Bräu¬che. Daran vermochte selbst der zu DDR-Zeiten verordnete Sozia¬lismus nicht zu rütteln. Die Eichsfclder blieben eisern ihrem Glau¬ben und ihren Überzeugungen treu: Auch zu dieser Zeit begingen sie Fronleichnam und Allerheiligen festlich, und die seit 1581 am Palm¬sonntag zelebrierte Heiligenstädter Leidenprozession fiel nie aus. So reicht einerseits die Glaubensverbindung ins katholische Bistum Erfurt, weltlich zumindest gleich starke Beziehungen gab und gibt es nach Göttingen und Kassel. Die Historie liefert die Begründung dafür. Dieses ganz altthüringische Land gelangte 1294 in erzbischöf¬lich mainzischen Besitz, der daraus resultierend Einfluß sollte – stär¬ker noch als in Erfurt – nie verlorengehen. Seit dem 9. Jh. schon ver¬wahrt Heiligenstadt die Reliquie des hl. Sergius, eines der beiden Hauptpatrone der dortigen Stiftskirche. Nicht wenig trug wohl die Rekatholisierung des Eichsfelds seit dem 16. Jh. und dann unter dem Erzbischof Daniel Brendel von Homburg durch die Jesuiten im 18. Jh. dazu bei, daß es ein fest gefügter eigener Kulturraum geblie¬ben ist. Mit dem Reichsdeputationshauptschluß 1803 an Preußen ge¬fallen, wurde das Eichsfeld unter Napoleon kurzzeitig westfälisch aber 1815 erneut preußisch und erst nach 1945 wieder thüringisch.Vielleicht deshalb haben für die Eichsfelder die Altenburger, Zeulen- rodaer, Hildburghausener oder Meininger auch heute noch beinahe >Ausländerstatus<!
Nur etwa 5 km südlich von Duderstadt verlief bis 1989 die inner¬deutsche Grenze. Die Straße nach Heiligenstadt endete damit aus beiden Richtungen am 5 km breiten Grenzstreifen. Teistungen lag unmittelbar daran >im Ostern. Weniger die mittelalterlichen Kloster¬reste und der alte Herrensitz verleihen heute dem Ort einige Bedeu¬tung als vielmehr das Grenzlandmuseum Eichsfeld. Es veranschau¬licht die Zeit der deutschen Teilung eindrücklich und eins zu eins in den erhaltenen Sicherungsanlagen. Einbezogen in den musealen Teil sind zugleich die bereits historisch gewordenen Folgen der Teilung für die Eisfelder, doch auch ein Blick auf die Auswirkungen jener Grenze auf die Natur vermittelt Interessantes.

See more: Jonque privéee Halong | croisière mékong vietnam cambodge | baie d’halong terrestre | visa pour aller au vietnam | saigon phnom penh 15 jours | croisière vietnam cambodge
Die herb-liebliche Landschaft mit ihren weiten Feldern und Bu¬chenwaldungen blieb industriell weitgehend unberührt, die Dörfer und kleinen Städte wirken fast beschaulich, die alten Wallfahrtsorte sind nach wie vor Pilgerziele. Heute fährt man im beinahe ein halbes Jahrhundert geteilten Land wieder ganz selbstverständlich von Wor¬bis nach Duderstadt und von Witzenhausen nach Heiligenstadt oder steigt in Bornhagen zur Burg Hanstein hinan.
Die noch vorhandenen Bauten des Klosters Zella westlich Mühl¬hausens gehen bis in romanische Zeit zurück. Bestätigt wird die Klo¬stergründung des späten 12. Jh. mit einer päpstlichen Urkunde von 1215. In der Zwischenzeit scheint die einschiffige Kirche entstanden zu sein. Der Dreißigjährige und der Siebenjährige Krieg zogen über das Kloster hinweg und brachten ihm schwere Zerstörungen. Seine Gebäude entstanden im 17. und 18. Jh. neu, die Klosterkirche aber verlor ihre Bedeutung und wurde schließlich profaniert. Nördlich von Zella liegt der Annaberg mit der kleinen Kapelle. Zella selbst dient heute der kirchlichen Verwaltung.
In Lengenfeld ist außer der mittelalterlichen Burgruine der Ba¬rockbau des Schlosses Bischofsstein sehenswert. Baumeister war Christoph Heinemann, der die Anlage 1747, kurz nachdem er seinen Heiligenstädter Schloßbau vollendet hatte, gestaltete. Reste des Parks sind noch vorhanden. Um den Besitz der Burg rangen wäh¬rend des 14. Jh. die Erzbischöfe von Mainz mit den Markgrafen von Meißen, zeitweilig hielten beide die Burg besetzt.
Südlich von Geismar erhebt sich der Hülfensberg über dem klei¬nen Ort Döringsdorf. Er ist eine der ältesten und bedeutendsten Wallfahrtsstätten im Eichsfeld, unweit des alten Hauptweges, der aus Westfalen über Eschwege nach Mühlhausen führte. Im 14. Jh. er¬langte das hier errichtete Standbild der portugiesischen Märtyrerin Wilgefortis als Spenderin heiliger Hilfe große Bedeutung vor allem für Seefahrer und Handelsleute, deren Wege zur Reichs- und Hanse¬stadt Mühlhausen und nach Erfurt führten. Die Kapelle ist nach der Mitte des 14. Jh. zur dreischiffigen gotischen Hallenkirche ausgebaut und 1890 gründlich erneuert worden. Aus dem 12. Jh. blieb ein Kru¬zifix und aus dem 17. Jh. die Bonifatiusstatue erhalten.

Für mehr Infos: Ocean tours Halong bay, Vietnam Reise von Nord nach Süd, Vietnam und Kambodscha Beste Reisezeit, Mekong Delta

Jenseits der Stadt

Das Kircheninnere zeigt sich in nicht minder majestätischer Ge¬stalt als das Äußere. Hoch und imposant ragen die Schiffe auf. Die Chorfenster verfügen noch über die Verglasung aus dem späten 14. und dem 15. Jh. Unter den zahlreichen Bildwerken seien nur der große Flügelaltar von 1525 und drei weitere Malaltäre hervorge¬hoben. In dieser Kirche pflanzte ihr Prediger Thomas Müntzer die Regenbogenfahne auf, das Zeichen des Bauernaufstandes. Einen Monat später, am 28. Mai des gleichen Jahres, fand in der mächtigen Halle die Messe der Sieger über die Aufständischen statt.

See more: Jonque privéee Halong | croisière mékong vietnam cambodge | baie d’halong terrestre | visa pour aller au vietnam | saigon phnom penh 15 jours | croisière vietnam cambodge
An der Stelle des mittelalterlichen Deutschordenshofes steht an der Ecke Herrenstraße die Pfarrei der Marienkirche. Ihr jetziges Ge¬bäude entstand allerdings erst nach dem Stadtbrand von 1689. Doch es erinnert an eine andere historische Persönlichkeit: Der Baumei¬ster Stüler, der für die Erneuerung der Marienkirche im 19. Jh. Be¬deutung erlangte, wurde 1800 hier geboren.
Die Herrenstraße, mehr noch die Holzstraße säumen geschichts¬trächtige Bauten. Da steht am Eingang zur Holzstraße der Hof des Klosters Zella, nach dem Brand von 1649 wie so viele Bauten dieses alten Blicdenviertcls über dem massiven Erdgeschoß mit zwei Fach¬werkgeschossen erneuert. Im 18. Jh. nahm ihn die Thum- und Taxis- sche Postmeisterei in Besitz. Alte Sitznischenportale wie am Haus Holzstraße 12 oder Höfe wie der des Antonius-Hospitals mit der Ka¬pelle geben dieser Straße ihr spezielles Flair. Östlich der Marienkir¬che standen im Mittelalter Brotlaube und Fleischhaus. Eine Be¬schreibung aller baulichen Reize etwa entlang der nordwestlichen Stadtmauer oder der vielfältigen Bildwerke in den Kirchen würde hier den Rahmen sprengen. So seien nur wenige von diesen Bauten erwähnt. Geblieben ist die Brotlaube, jedoch in der barocken Neugestalt von 1722. Der Steinweg zeigt sich >durch und durch< hi¬storisch: Hinter den im Laufe der Zeiten gewandelten Fassaden wur¬den nicht selten weit ältere Baukörper verborgen. Daneben sieht man modernisiertes Fachwerk, vom Klassizismus und vom Jugend¬stil geprägte Häuser und solche in neusachlichen Bauformen mit größtenteils restaurierten Fassaden. Solche Vielgestaltigkeit erinnert an den Erfurter Anger und verbindet ähnlich diesem – nur etwas be¬scheidener – Thüringisches mit >preußisch Neuem<. Während die drittgrößte Kirche der Stadt, die Predigerkirche nördlich des unteren Steinwegs, bis auf Reste verschwunden ist, wurde die Allerheiligen¬kirche (8), nachdem sie lange Zeit ungenutzt blieb, 1989 als Mu- scumsgalerie erneuert. Der ursprünglich gotische, barock umgestal¬tete Bau mit hohem Turm steht gleichfalls am Steinweg, gegenüber dem einstigen Predigerkloster. Im Osten außerhalb der mittelalterli¬chen inneren Stadtmauer findet man die Pfarrkirche St. Georg, ein gotisches Bauwerk vom Anfang des 14. Jh. mit einer kleinen Sechs-eckkapelle an der Südseite. Auch die Kilianikirche an der östli¬chen Stadtmauer stammt aus der Gotik, wurde aber nach dem Brand dieses zu den frühstädtischen Siedlungsräumen gehörenden Gebie¬tes barock erneuert und 1775 ausgemalt. Der Turm an der Nordseite trägt ebenfalls eine Barockhaube.
An der Südostecke der Altstadt erhebt sich die Martinikirche. Aus dem 14. Jh. stammend, erhielt sie nach 1464 die neuen Baufor¬men am Chor und einen barocken Turmhelm und im 19. Jh. schlie߬lich die spitze Holztonne. Die Pfarrkirche des Jacobiviertels im Südwesten der Altstadt ist eine dreischiffige Hallenkirche aus dem 14. Jh. Sie fiel einem Blitzschlag zum Opfer und wurde dann bis 1598 wiederaufgebaut und später erneuert. Mit ihren Doppeltür-men steht sie nahe der Stadtmauer, am Platz einer romanischen Vorgängerin.
Wie die Martinikirche ging auch die Nikolaikirche aus einem Ministerialenhof hervor. Ihr Südturm mit hohem Spitzhelm über¬ragt die Hallenkirche. Im Nordwesten liegt heute unterhalb des ho¬hen Stadtwalles die Petrikirche. 1893-95 ist die Halle >regoti- siert<, mit der bunten Dachdeckung, Nadelhelm und Fachwerk zur phantasiegetragenen Geschichtsinterpretation im Stadtbild gestaltet worden.

Sehen Sie mehr: Ha Long bay tour | Rundreise Vietnam 10 Tage | Beste Reisezeit Vietnam und Kambodscha | Mekong Flusskreuzfahrt Kambodscha

Mühlhausen 5

Das Kircheninnere zeigt sich in nicht minder majestätischer Ge¬stalt als das Äußere. Hoch und imposant ragen die Schiffe auf. Die Chorfenster verfügen noch über die Verglasung aus dem späten 14. und dem 15. Jh. Unter den zahlreichen Bildwerken seien nur der große Flügelaltar von 1525 und drei weitere Malaltäre hervorge¬hoben. In dieser Kirche pflanzte ihr Prediger Thomas Müntzer die Regenbogenfahne auf, das Zeichen des Bauernaufstandes. Einen Monat später, am 28. Mai des gleichen Jahres, fand in der mächtigen Halle die Messe der Sieger über die Aufständischen statt.

See more: Jonque privéee Halong | croisière mékong vietnam cambodge | baie d’halong terrestre | visa pour aller au vietnam | saigon phnom penh 15 jours | croisière vietnam cambodge
An der Stelle des mittelalterlichen Deutschordenshofes steht an der Ecke Herrenstraße die Pfarrei der Marienkirche. Ihr jetziges Ge¬bäude entstand allerdings erst nach dem Stadtbrand von 1689. Doch es erinnert an eine andere historische Persönlichkeit: Der Baumei¬ster Stüler, der für die Erneuerung der Marienkirche im 19. Jh. Be¬deutung erlangte, wurde 1800 hier geboren.
Die Herrenstraße, mehr noch die Holzstraße säumen geschichts¬trächtige Bauten. Da steht am Eingang zur Holzstraße der Hof des Klosters Zella, nach dem Brand von 1649 wie so viele Bauten dieses alten Blicdenviertcls über dem massiven Erdgeschoß mit zwei Fach¬werkgeschossen erneuert. Im 18. Jh. nahm ihn die Thum- und Taxis- sche Postmeisterei in Besitz. Alte Sitznischenportale wie am Haus Holzstraße 12 oder Höfe wie der des Antonius-Hospitals mit der Ka¬pelle geben dieser Straße ihr spezielles Flair. Östlich der Marienkir¬che standen im Mittelalter Brotlaube und Fleischhaus. Eine Be¬schreibung aller baulichen Reize etwa entlang der nordwestlichen Stadtmauer oder der vielfältigen Bildwerke in den Kirchen würde hier den Rahmen sprengen. So seien nur wenige von diesen Bauten erwähnt. Geblieben ist die Brotlaube, jedoch in der barocken Neugestalt von 1722. Der Steinweg zeigt sich >durch und durch< hi¬storisch: Hinter den im Laufe der Zeiten gewandelten Fassaden wur¬den nicht selten weit ältere Baukörper verborgen. Daneben sieht man modernisiertes Fachwerk, vom Klassizismus und vom Jugend¬stil geprägte Häuser und solche in neusachlichen Bauformen mit größtenteils restaurierten Fassaden. Solche Vielgestaltigkeit erinnert an den Erfurter Anger und verbindet ähnlich diesem – nur etwas be¬scheidener – Thüringisches mit >preußisch Neuem<. Während die drittgrößte Kirche der Stadt, die Predigerkirche nördlich des unteren Steinwegs, bis auf Reste verschwunden ist, wurde die Allerheiligen¬kirche (8), nachdem sie lange Zeit ungenutzt blieb, 1989 als Mu- scumsgalerie erneuert. Der ursprünglich gotische, barock umgestal¬tete Bau mit hohem Turm steht gleichfalls am Steinweg, gegenüber dem einstigen Predigerkloster. Im Osten außerhalb der mittelalterli¬chen inneren Stadtmauer findet man die Pfarrkirche St. Georg, ein gotisches Bauwerk vom Anfang des 14. Jh. mit einer kleinen Sechs-eckkapelle an der Südseite. Auch die Kilianikirche an der östli¬chen Stadtmauer stammt aus der Gotik, wurde aber nach dem Brand dieses zu den frühstädtischen Siedlungsräumen gehörenden Gebie¬tes barock erneuert und 1775 ausgemalt. Der Turm an der Nordseite trägt ebenfalls eine Barockhaube.
An der Südostecke der Altstadt erhebt sich die Martinikirche. Aus dem 14. Jh. stammend, erhielt sie nach 1464 die neuen Baufor¬men am Chor und einen barocken Turmhelm und im 19. Jh. schlie߬lich die spitze Holztonne. Die Pfarrkirche des Jacobiviertels im Südwesten der Altstadt ist eine dreischiffige Hallenkirche aus dem 14. Jh. Sie fiel einem Blitzschlag zum Opfer und wurde dann bis 1598 wiederaufgebaut und später erneuert. Mit ihren Doppeltür-men steht sie nahe der Stadtmauer, am Platz einer romanischen Vorgängerin.
Wie die Martinikirche ging auch die Nikolaikirche aus einem Ministerialenhof hervor. Ihr Südturm mit hohem Spitzhelm über¬ragt die Hallenkirche. Im Nordwesten liegt heute unterhalb des ho¬hen Stadtwalles die Petrikirche. 1893-95 ist die Halle >regoti- siert<, mit der bunten Dachdeckung, Nadelhelm und Fachwerk zur phantasiegetragenen Geschichtsinterpretation im Stadtbild gestaltet worden.

Lesen Sie mehr: Halong Bucht 3 Tage, Vietnam Rundreise 10 Tage, Reisezeit Kambodscha Vietnam, Mekong Delta cruise Saigon to Phnom Penh

Mühlhausen 4

Während der Blütezeit Mühlhausens und parallel zum Neubau der Blasiikirche ließ der Deutsche Ritterorden seit 1317 ein neues Gotteshaus an der Stelle errichten, an der schon eine romanische und die durch Grabungen nachgewiesene erste ottonische Kirche ge¬standen hatte: St. Marien sollte die zweitgrößte Kirche Thürin¬gens nach dem Erfurter Dom werden. Im frühen 14. Jh. sah man im Hallenbau einen Idealtyp für große städtische Gemeindekirchen, und so legte man die Marienkirche als fünfschiffigen Bau an. Der schmale Haupt- und die zwei Nebenchöre waren 1327, Langhaus und Querschiff erst in der zweiten Hälfte des 14. Jh. fertiggestellt. Die Architektur ist hochgotisch, schlank proportioniert und doch kompakt. Die quergestellten Scitenschiffdächer sind mit Giebeln und Wasserspeiern geschmückt. An den Einzelformen erkennt man unterschiedliche Bauabschnitte und Meisterhandschriften zunächst rheinischer, dann heimischer Prägung.
Einen besonderen Rang nehmen die Querhausfassaden ein, vor allem die südliche. Diese flankiert unmittelbar die mittelalterliche Hauptstraße. Man bediente sich hier in Architektur und Bild¬schmuck der Stilelemente der klassischen Kathedralgotik. Erhöht im unteren Fassadenteil, steht das große Stufenportal mit seinem im 19. Jh. erneuerten Figurenschmuck. Darüber befindet sich ein Al¬tan, von dem herab sich in weitem Abstand voneinander vier Figu¬ren beugen. Sie stellen Kaiser Karl IV., seine Gemahlin Elisabeth von Pommern sowie einen Hotbeamten und eine Hofdame dar. Oberhalb und parallel zu diesen Figuren sowie zu den Bogen der majestätischen Dreifenstergruppe sind die Anbetung der Heiligen Drei Könige und im Giebel Christus als Weltenrichter in der Man- dorla, umgeben von Maria und Johannes und zwei Engeln mit den Passionswerkzeugen, versinnbildlicht. Dieses Programm symboli¬siert die mittelalterliche Rcichsidee, war also ein einst hochpoliti¬sches Zeichen. Für die des Lesens weitgehend noch unkundige breite Bevölkerung der Stadt und ihres Umlandes drückte es in der christlichen Bildsprache den Anspruch der weltlichen Macht aus: Der Kaiser tritt als Statthalter Christi auf und wird damit zugleich bildhaft eingebunden in den Kreislauf von irdischer Geburt (in der Anbetung), während sich die Ewigkeit seiner Macht in der ewigen Wiedergeburt Christi manifestiert. Als Kennzeichen seiner Reichs¬idee steht schließlich das Bild des Weltenrichters. Allein dieses mo¬numentale Bildzeugnis eines Bauwerks und dessen Einmaligkeit – bekannte ähnliche Beispiele sind entweder später entstanden oder zeigen nur eine oder mehrere Figuren, aber kein solch komplettes Programm – unterstreichen die Bedeutung und vor allem das Selbst¬bewußtsein der alten Kaiser- und Reichsstadt. Vielleicht war es ein letzter Aufruf, das mittelalterliche zentralistische Weltbild zu bewah¬ren. Denn 1380, in dem Jahr, in dem die Fassade möglicherweise vollendet wurde, begannen sich die sozialen Widersprüche und der Schwund an kaiserlicher Zentralmacht, welche dann im frühen 15. Jh. hervortraten, schon abzuzeichnen. Einen aktuellen Bezug be-saß die Mühlhäuser Darstellung zur Huldigung der Nürnberger Bür¬ger an Karl IV. im Jahre 1349 – möglicherweise entstand in dieser Zeit die Idee zu der Fassadengestaltung. Aus dem Prager Umkreis Karls IV. mögen auch die Bildhauer gekommen sein.
Immer noch fehlten der Kirche die repräsentativen Türme. Dem Turmneubau, den man 1542 in Angriff nahm, setzten die Ereignisse der Folgejahrzchnte mit den Bauernaufständen und den innerstädti¬schen Veränderungen sowie deren Folgen ein Ende. Erst im 19. Jh. gab der Baumeister Friedrich August Stüler mit seinem Entwurf zur Wiederherstellung der in schlechten Bauzustand geratenen Kirche auch die entscheidenden Impulse für die Vollendung des großen Tur¬mes. Die Preußische Bauakademie – hier besonders die Architekten J. H. F. Adler und O. Hoßfeld – förderte mit kaiserlicher Unterstüt¬zung das Unternehmen, bei dem der Mühlhäuser Baumeister und Architekt Röttscher in enger Anlehnung an Stülers Pläne 1898-1901 den gewaltigen, 86 m hohen Turm fertigstellte – höher, als ihn Stüler vorsah, und feingliedriger, so daß an diesem Bau erneut ein kaiser¬lich mitgetragenes Symbol entstand. Einen hervorragenden bau- und kunstgeschichtlichen Überblick zu diesem Turmbau und zur Kir-chenrestaurierung vermittelt das Turm-Museum in St. Marien.

Besuchen Sie uns unter: 3 Tagestour Halong Bucht | Rundreise Vietnam 1 Woche | Reisezeit Kambodscha Vietnam | Mekong river cruise Saigon to Siem Reap

Mühlhausen 3

Rundgang
Gleich wo man einen Rundgang durch Mühlhausens Altstadt be¬ginnt – Historisches ist immer präsent. Den Untermarkt beherrscht die romanisch-gotische Blasiikirche. Sie ist Hauptpfarrkirche Mühlhausens und war 1707 Wirkensstätte Johann Sebastian Bachs. Wie fast alle Kirchen der Stadt gehörte divi Blasii seit dem 13. Jh. dem Deutschen Ritterorden; dieser ließ auch den frühgotischen Neubau errichten. Dazu holte man aus Maulbronn und Walkenried Bauleute, welche von dort die eigenwillige frühgotische For¬mensprache mitbrachten, die man am Chor vorfindet. Den Westbau beließen sie in seiner romanischen Gestalt, schufen aber darüber die achteckigen Türme bis 1270. Später wurden die mächtigen Abstüt¬zungen an ihnen notwendig. Bis zur Mitte des 14. Jh. dauerte der Bau des Hallen-Langhauses, Chor und Querhaus erhielten die deko¬rativen Giebel und die Nordfassade eine große Fensterrose. Deren Bauformen lassen nun unschwer ihre Herleitung aus der französi¬schen Kathedralgotik erkennen. Das Kircheninnere wirkt trotz der kräftigen gebündelten Pfeiler weiträumig, und in den Chorfenstern blieben die gotischen Verglasungen aus dem 14. Jh. erhalten. In gra¬zilem Kontext zu den Architekturformen tritt das feingliedrige Gitter zwischen Querschiff und Chor, welches seit 1640 den Lettner er¬setzt. Im Chor trifft man auf den Grabstein des Kristan von Samland, der Pfarrer der Blasiikirche gilt als der Bauherr des gotischen Neu¬baues und wurde 1276 Bischof von Samland. Im Südwesten der Kir¬che steht die gotische Annenkapelle (3) des Ritterordens.
An der Südseite des Untermarktes (Nr. 7) gehören der >Bürenhof< – der Hof des Eichsfelder Nommenklosters Beuren -, dreigeschossig ausgebaut im 17. Jh., und der 1219 eiwähnte Volkenröder Hof (Nr. 17, heute Kreisgericht) zu den hier im Mittelalter angelegten Gebäuden. Barock wie der »Bürenhof« sind am Platz heute auch der Deutschordenshof, die Superintendentur und die Bürgerhäuser Nrn. 13,16 und 23. Wie eine Erinnerung an Mühlhausens mittelalterliches- Stadtbild steht in der südlichen Platzumbauung die Giebclfront der sich traufseitig weit in die Seitengasse erstreckenden Fachwerkzeile.
An der Erfurter Straße weisen die Fassaden des Renaissance- und des Barockhauses (Nr. 2 und 3) einmal mehr darauf hin, daß die mit¬telalterlichen Gebäude im Laufe der Jahrhunderte immer wieder um- und neu aufgebaut wurden. Die daraus erwachsene Vielgestaltigkeit offenbaren oft erst die engen Höfe. In Mühlhausen läßt sich trotz der vielen Brände und Erneuerungen ein großer Teil der mittelalterli¬chen Grundstücks- und Hausstrukturen noch feststellen, denn es haben sich etwa 600 Keller erhalten. Sie weisen beachtliche Dirnensionen und oft Hallengestalt auf, sind zwei- und mehrschiffig, und waren teils von den Straßen her zugänglich. Daraus ist zu schließen, daß sie nicht nur als Lagerräume, sondern auch merkantilen Zwek- ken dienten. Eine romanische Kellerhalle befindet sich im Haus Felchtaer Straße 23; die größte liegt unter dem Haus Steinweg 2, sie ist 16,5 m lang und 8,35 m breit. Ihre Säulen schmücken frühgoti¬sche Kapitelle aus dem 13. Jh. Man behielt auch in nachmittelalterli¬cher Zeit diese großen Kellerausbauten bei und errichtete sogar im Barock noch solche, so z. B. unter dem Haus Nr. 23 am Untermarkt.
Zwischen der Alt- und der Neustadt entwickelte sich im frühen 13. Jh. ein innerstädtischer dichter Siedlungsbereich um das Bar¬füßerkloster. Dessen einschiffige Kirche am Kornmarkt, die >Korn- marktkirche<, wurde ab 1332 erbaut. Der für eine Klosterkirche ungewöhnlich hohe schlanke Turm entstand erst im frühen 15. Jh. über einer Kapelle. Nach der Säkulariasierung sind 1568 die Klo¬sterbauten beseitigt worden. Die dann barock ausgebaute Kirche selbst blieb bisl802 gottesdienstlich genutzt. Während der Bauerauf¬stände hatte man aus ihren Glocken Kanonenrohre gegossen. 1973 profanierte man das Gotteshaus zum Bauernkriegsmuseum um und stattete es entsprechend aus. Wenn auch in geringem Maße >ent- schärft<, bietet das heutige Museum in seiner inneren Gesamtgestalt immer noch einen der markantesten Spiegel ideologisierter Ge¬schichtsdarstellung. Mehr dafür als für die museal beanspruchte Ge¬schichtepoche ist es so zu einem historischen Belegstück geworden.
Unmittelbar an der mittelalterlichen zentralen Wasserader der Schwemmnotte steht das Rathaus, nur einen Steinwurf vom Kornmarkt entfernt. Seine verwinkelte Gesamtanlage entstand seit dem frühen 14. Jh. aus gotischen, Renaissance- und frühbarocken Baukörpern, An-, Um- und Einbauten, die im Inneren durch viele Gänge und Türen, äußerlich durch eine Überbrückung miteinander verbunden sind. In der engen Gasse kommen die hohen Renaissan¬ce-Giebel kaum zur Geltung. Von den bedeutenden geschichtsträch¬tigen Innenräumen ist als erster die Große Ratsstube zu nennen, 1525 Tagungsort des >Ewigen Rates<. Die ursprünglich den gesamten Raum umziehenden gotischen Ausmalungen sind an der Ostwand erhalten. Von 1572 stammt das Gemälde, welches das >Heilige Rö¬mische Reich Deutscher Nation in seinen Gliedern< und Kaiser Ma-ximilian II. mit Kurfürsten und reichsständischen Wappen wieder¬gibt. Im Rathaussaal mit der Spitztonne entstanden 1747 die Bilder, welche die Herrscher der vier antiken Weltreiche zeigen. Das Gemäl¬de von der Einsetzung des >Ewigen Rates< durch Thomas Müntzer schuf der Maler Wilhelm Otto Pitthan 1960. Viele Teile der Ausstat¬tung blieben hervorragend erhalten und wurden in der jüngsten Ver¬gangenheit restauriert. Im Rathaus befindet sich auch das historische Stadtarchiv, dessen Besichtigung lohnt. Zu seinen wertvollsten Stücken ist das »Mühlhäuser Rechtsbuch« zu zählen, das mit dem »Sachsenspiegel« eines der wichtigen mittelalterlichen Rechtszeug¬nisse enthält.

Für mehr Infos: 3 Tage Halong Bucht, Vietnam Rundreise 1 Woche, Vietnam Kambodscha Reisezeit, Mekong river cruises Siem Reap to Saigon