Denkmäler im Eichsfeld

Zwischen Werra-Tal und Harz, Göttingen und Mühlhausen hebt sich die wellige Muschelkalkplatte des Eichsfelds heraus und verteilt gleichsam die Wasser kleinerer und größerer Flüsse in alle Himmels¬richtungen: Leine, Garte, Hahle, Bode fließen nordwärts, Wipper und Unstrut-Zuläufe ostwärts, Waise, Rosoppe und Frieda südwärts in die Werra. Hier oben >auf< dem Eichsfeld ist alles ein wenig anders als im übrigen Thüringen. Das Leben bezieht sich auf den katholi¬schen Glauben und die daraus erwachsenen Haltungen und Bräu¬che. Daran vermochte selbst der zu DDR-Zeiten verordnete Sozia¬lismus nicht zu rütteln. Die Eichsfclder blieben eisern ihrem Glau¬ben und ihren Überzeugungen treu: Auch zu dieser Zeit begingen sie Fronleichnam und Allerheiligen festlich, und die seit 1581 am Palm¬sonntag zelebrierte Heiligenstädter Leidenprozession fiel nie aus. So reicht einerseits die Glaubensverbindung ins katholische Bistum Erfurt, weltlich zumindest gleich starke Beziehungen gab und gibt es nach Göttingen und Kassel. Die Historie liefert die Begründung dafür. Dieses ganz altthüringische Land gelangte 1294 in erzbischöf¬lich mainzischen Besitz, der daraus resultierend Einfluß sollte – stär¬ker noch als in Erfurt – nie verlorengehen. Seit dem 9. Jh. schon ver¬wahrt Heiligenstadt die Reliquie des hl. Sergius, eines der beiden Hauptpatrone der dortigen Stiftskirche. Nicht wenig trug wohl die Rekatholisierung des Eichsfelds seit dem 16. Jh. und dann unter dem Erzbischof Daniel Brendel von Homburg durch die Jesuiten im 18. Jh. dazu bei, daß es ein fest gefügter eigener Kulturraum geblie¬ben ist. Mit dem Reichsdeputationshauptschluß 1803 an Preußen ge¬fallen, wurde das Eichsfeld unter Napoleon kurzzeitig westfälisch aber 1815 erneut preußisch und erst nach 1945 wieder thüringisch.Vielleicht deshalb haben für die Eichsfelder die Altenburger, Zeulen- rodaer, Hildburghausener oder Meininger auch heute noch beinahe >Ausländerstatus<!
Nur etwa 5 km südlich von Duderstadt verlief bis 1989 die inner¬deutsche Grenze. Die Straße nach Heiligenstadt endete damit aus beiden Richtungen am 5 km breiten Grenzstreifen. Teistungen lag unmittelbar daran >im Ostern. Weniger die mittelalterlichen Kloster¬reste und der alte Herrensitz verleihen heute dem Ort einige Bedeu¬tung als vielmehr das Grenzlandmuseum Eichsfeld. Es veranschau¬licht die Zeit der deutschen Teilung eindrücklich und eins zu eins in den erhaltenen Sicherungsanlagen. Einbezogen in den musealen Teil sind zugleich die bereits historisch gewordenen Folgen der Teilung für die Eisfelder, doch auch ein Blick auf die Auswirkungen jener Grenze auf die Natur vermittelt Interessantes.

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Die herb-liebliche Landschaft mit ihren weiten Feldern und Bu¬chenwaldungen blieb industriell weitgehend unberührt, die Dörfer und kleinen Städte wirken fast beschaulich, die alten Wallfahrtsorte sind nach wie vor Pilgerziele. Heute fährt man im beinahe ein halbes Jahrhundert geteilten Land wieder ganz selbstverständlich von Wor¬bis nach Duderstadt und von Witzenhausen nach Heiligenstadt oder steigt in Bornhagen zur Burg Hanstein hinan.
Die noch vorhandenen Bauten des Klosters Zella westlich Mühl¬hausens gehen bis in romanische Zeit zurück. Bestätigt wird die Klo¬stergründung des späten 12. Jh. mit einer päpstlichen Urkunde von 1215. In der Zwischenzeit scheint die einschiffige Kirche entstanden zu sein. Der Dreißigjährige und der Siebenjährige Krieg zogen über das Kloster hinweg und brachten ihm schwere Zerstörungen. Seine Gebäude entstanden im 17. und 18. Jh. neu, die Klosterkirche aber verlor ihre Bedeutung und wurde schließlich profaniert. Nördlich von Zella liegt der Annaberg mit der kleinen Kapelle. Zella selbst dient heute der kirchlichen Verwaltung.
In Lengenfeld ist außer der mittelalterlichen Burgruine der Ba¬rockbau des Schlosses Bischofsstein sehenswert. Baumeister war Christoph Heinemann, der die Anlage 1747, kurz nachdem er seinen Heiligenstädter Schloßbau vollendet hatte, gestaltete. Reste des Parks sind noch vorhanden. Um den Besitz der Burg rangen wäh¬rend des 14. Jh. die Erzbischöfe von Mainz mit den Markgrafen von Meißen, zeitweilig hielten beide die Burg besetzt.
Südlich von Geismar erhebt sich der Hülfensberg über dem klei¬nen Ort Döringsdorf. Er ist eine der ältesten und bedeutendsten Wallfahrtsstätten im Eichsfeld, unweit des alten Hauptweges, der aus Westfalen über Eschwege nach Mühlhausen führte. Im 14. Jh. er¬langte das hier errichtete Standbild der portugiesischen Märtyrerin Wilgefortis als Spenderin heiliger Hilfe große Bedeutung vor allem für Seefahrer und Handelsleute, deren Wege zur Reichs- und Hanse¬stadt Mühlhausen und nach Erfurt führten. Die Kapelle ist nach der Mitte des 14. Jh. zur dreischiffigen gotischen Hallenkirche ausgebaut und 1890 gründlich erneuert worden. Aus dem 12. Jh. blieb ein Kru¬zifix und aus dem 17. Jh. die Bonifatiusstatue erhalten.

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