Das Grabfeld 3

Auf der Nordseite des Großen Gleichberges liegt das schöne Fachwerkdorf Dingsleben. Entlang der Straße treten auch hier die Hausgiebel markant hervor. Der Kirchturm trägt eine geschweifte Haube. Ebenso reizvoll erscheint Haina mit dem spätgotischen sterngewölbten Chor der Kirche und einem kleinen barocken Brun­nenhaus. Beachtung sollte der Innenraum der Kirche von Wolf­mannshausen finden. 1615-18 entstand der Saalbau unter Einbezug des Chorturms einer älteren Kirche. Vor allem die profilierte Felder­decke gibt dem Raum sein Gepräge. Unter ihr wirken das schöne Ro-koko-Gestühl sowie der reiche Altar und die Kanzel, um die Mitte des 18. Jh. eingebracht, als elegant-verspielter Formenausgleich.

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Noch wertvoller ist die Ausstattung der kleinen Dorfkirche in Bibra. Der Besucher wird durch die Zahl der Bildwerke und die hohe Qualität überrascht. Drei große Altäre entstanden in der Zeit des Neubaus der Kirche zwischen 1492 und 1503: Im Chor befindet sich der Kirchenväteraltar mit der Sitzfigur des Papstes Leo I. und Relief- sowie Malfiguren der Kirchenväter auf den Flügeln. An der nördlichen Ostwand des Kirchenraumes steht der Apostelaltar mit einer Abbildung der Schar der elf Jünger um Christus sowie dem Ma­rienbild. Der Altar an der südlichen Wand des Raumes trägt eine fi­gürliche Darstellung der Verkündigung Mariens. Die reich gestalte­ten Schreine werden der Werkstatt Tilman Riemenschneiders in Würzburg zugeschrieben. Auch die Konsolfiguren im Chor und der Grabstein des Hans von Bibra könnten in dieser Meisterwerkstatt entstanden sein. Die übrige Ausstattung der Kirche stammt gleich­falls aus der Erbauungszeit.

Die Herren von Bibra standen in enger Beziehung zum Bistum Würzburg. Kilian von Bibra war nicht nur Stifter der Kirche, sondern zugleich Dompropst zu Würzburg. Der Stammsitz der Herren von Bibra, die Burg Bibra, blieb jedoch nur in Teilen erhalten. Seit dem 12. Jh. war sie kontinuierlich zu einer mächtigen Anlage mit zwei Wehrmauern erweitert worden, ln der Reformation schon ein Wie­dertäuferzentrum, gelangte sie während des Bauernkrieges 1525 in Besitz der Aufständischen und wurde zerstört. Erhalten blieben die heute wiederhergestellte Kemenate und eindrucksvolle Befesti­gungswerke der einstigen inneren Mauer mit acht Wehrtürmen. Da­neben wurde 1558 das Neue Schloß errichtet. Südwestlich von Bibra liegt Berkach. Hier lohnt der Besuch jüdischer Monumente und der restaurierten Synagoge von 1854.

In Bauerbach erinnert das Schiller-Haus an einen Aufenthalt des Dichters. 1782 war er, 23jährig, auf Einladung der Frau von Wolzogen hierher gekommen, um für ein halbes Jahr Asyl auf dem Gut der Fa­milie zu finden. Das einstige Gutshaus wurde durch die ehemaligen Nationalen Forschungs- und Gedenkstätten der klassischen deut­schen Literatur in Weimar als Schiller-Gedenkstätte eingerichtet. In Schillers Zufluchtsort der »philosophischen Stille« blieb dicht bei der Gedenkstätte auch das einstige Gutsverwaltungshaus, das der junge Dichter bei seiner Ankunft in Bauerbach zuerst betrat, bestehen, und ebenso das später ausgestaltete Gasthaus >Zum Braunen Roß<.

Das Dörfchen Henneberg schmiegt sich eng an die steil aufragen­de Bergkuppe, über der sich bis 1525 eine der größten Burgen der fränkisch-thüringischen Landschaft erhob. Die Stammburg des mächtigen Henneberger Grafengeschlechts ist 1096 erstmals er­wähnt. Geblieben sind jedoch nur die beachtlichen Ummauerungen und ein etwa 15 m hoher Stumpf des runden Bergfrieds. Die heutige Dorfkirche entstand erst nach dem Verfall der Burgkapelle im ersten Viertel des 17. Jh.

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